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Briefing für Freitag, 27.03.2026
erstellt für Medieninsider
Hallo Medieninsider!
Es gehört zu Julian Reichelts Geschäftsmodell, sich von einem Großteil der deutschen Medienlandschaft abzugrenzen. Dabei lässt er keine Gelegenheit aus, die etablierten Medien in ihrer Glaubwürdigkeit zu erschüttern. Derzeit arbeiten sich er und sein Nius-Team am Spiegel ab, werfen dem Nachrichtenmagazin vor, sich zum Komplizen eines „Staatsstreichs“ gemacht zu haben.
Wohl kaum etwas wäre schlimmer für Reichelt und sein Portal Nius, als in die Nähe des „Mainstreams“ gerückt zu werden – außer natürlich, man kann damit für sich werben. Dann klebt man sogar das Spiegel-Logo aufs eigene Buch.
Für einen Bestseller – vor allem in der Kategorie Sachbuch Softcover – braucht es heutzutage übrigens nicht mehr viel. Zahlen veröffentlicht die Spiegel-Bestseller-Liste zwar nicht. In Branchenkreisen spricht man aber davon, dass je nach Wettbewerb schon wenige tausend Exemplare für ein Top-Listing ausreichen. Daran gemessen hat der Spiegel in den vergangenen Tagen selbst einen Verkaufserfolg verbucht – mit eben jener Geschichte, an der sich Reichelt und Co. seit Tagen reiben.
Nach Informationen von Medieninsider hat die Recherche über Vorwürfe gegenüber Christian Ulmen bereits rund 7000 Konvertierungen erreicht. Rekordverdächtig – und ein Beleg: Im digitalen Abogeschäft funktioniert nicht nur der „Nutzwert“, sondern auch investigative Recherche.
Viele Grüße
Marvin

► Als Intendant für den Saarländischen Rundfunk haben sich Amtsinhaber Martin Grasmück und der Peter Dinges, Vorstand der Filmförderungsanstalt FFA, beworben (Saarbrücker Zeitung).
► Bei ARD-Aktuell bleibt die Stelle des Zweiten Chefredakteurs nach dem Weggang von Helge Fuhst vorerst vakant (EPD Medien).
► Privatradios scheitern mit Beschwerde gegen das ZDF bei der Hamburger Behörde für Kultur und Medien. Der öffentlich-rechtliche Sender darf auch weiterhin reine Audio-Podcasts wie Lanz & Precht produzieren (EPD Medien).
► Im Zuge von Sparvorgaben plant der RBB wohl den Ausstieg aus dem gemeinsam mit dem WDR betriebenen Radioprogramm Cosmo, berichtet der KNA-Mediendienst (Berliner Morgenpost).
► In Fretterode in Thüringen sind zwei Reporter von Spiegel TV bei Dreharbeiten vor dem Anwesen eines bekannten Rechtsextremisten verletzt worden (Spiegel).
► Die Antenna Group kauft die italienische Tageszeitung La Repubblica (Der Standard).
► Augsburger Allgemeine schaltet seinen KI-Podcast Augsburg heute nach einigen Wochen wieder ab. Beim Engagement „lag der KI-Podcast spürbar hinter unseren klassischen, von Menschen moderierten Formaten“, berichtet Felix Gnoyke (LinkedIn).
► Der Konzernumsatz von Bertelsmann betrug 2025, wie im Jahr zuvor, 19 Milliarden Euro. Das bereinigte Vorsteuerergebnis sank von 3,1 auf 3 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis betrug eine Milliarde Euro und lag damit leicht unter dem Vorjahr (Bertelsmann).
► ProSiebenSat.1 verzeichnet für das vergangene Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang von sechs Prozent auf 3,68 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,91 Milliarden Euro). Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (adjusted Ebitda) liegt bei 403 Millionen Euro – ein Minus von 28 Prozent bzw. 154 Millionen Euro (ProSiebenSat.1).
► Die NZZ erzielte 2025 ein bereinigtes Betriebsergebnis von 12,7 Millionen Schweizer Franken (Vorjahr: 16,6 Millionen). Der Gesamtertrag belief sich auf 236,4 Millionen Schweizer Franken (Vorjahr: 248,3 Millionen) (NZZ).
► Laut einer Studie haben 65 Prozent der Journalisten 2025 persönliche Anfeindungen (meist digital) erlebt, viele denken über einen Ausstieg aus dem Beruf nach (European Centre for Press and Media Freedom).

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