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Briefing für Freitag, 13.03.2026
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Hallo Medieninsider!
Dass Helge Fuhst Familie in den USA hat (ganz im transatlantischen Sinne), hätte er gar nicht erwähnen müssen. Denn weit mehr als ein Dutzend Mal soll er betont haben, wie „großartig“ er viele Sachen bei der „Premium“-Gruppe finde. So berichtet es jemand, der bei Fuhsts Antrittsrede als neuer Chefredakteur am Mittwoch mitgezählt hat.
Interessant ist auch, welches Wort kein einziges Mal fiel: Meinung. Man wolle sich auf Fakten und Recherchen konzentrieren, die dann eine Grundlage für Debatten sein sollen. Er betonte, was er auch im Interview mit der Zeit sagte: „Von mir werdet ihr keine lauten Debatten oder Riesenpolarisierung hören.“ Fuhsts Auftritt wirkte damit für viele wie eine Beruhigungspille. Great, wie die Amerikaner sagen würden.
In dieser Woche haben wir ein ausführliches Interview mit Spiegel-Chefredakteur Dirk Kurbjuweit veröffentlicht. Mich hat das Gespräch mit ihm beeindruckt: Anders als viele andere Entscheider in der Medienbranche hat sich Kurbjuweit auf Konfrontation eingelassen, sich schlagfertig und reflektiert damit auseinandergesetzt. Zugänglich, heiter und aufgeweckt. Er steht zu dem, was er sagt. Das hat auch der unkomplizierte Autorisierungsprozess gezeigt. Das ist – leider – längst keine Selbstverständlichkeit mehr.
Viele Grüße
Marvin
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► Nach dem Rückzug der einzigen Gegenkandidatin ist Norbert Himmler als ZDF-Intendant wiedergewählt worden (ZDF)
► RTL Group verzeichnete 2025 einen Umsatzrückgang von 3,8 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro. Das bereinigte Vorsteuerergebnis (adjusted Ebitda) sank um 8,3 Prozent auf 661 Millionen Euro. Das gesamte Konzernergebnis stieg auf 1,028 Milliarden Euro (2024: 555 Millionen Euro) (RTL)
► Ex-Bunte-Chefredakteurin Patricia Riekel wurde für die FDP in den Münchener Stadtrat gewählt (SZ).
► Bundespräsident a. D. Joachim Gauck kritisierte beim Future of German Media Kongress Voreingenommenheit im Journalismus und bezeichnete die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung von Holger Friedrich als „Ossi-Postille“ (Newsroom)
► Im Antrittsinterview mit der Zeit sagt „Premium“-Gruppen-Chefredakteur Helge Fuhst: „Mich faszinieren bei Axel Springer der ständige Wille zur Erneuerung und das hohe Tempo.“ (Zeit)
► Substack-Creator können nun Video-Gespräche mit bis zu zwei Gästen vorab aufzeichnen und direkt auf der Plattform veröffentlichen (Techcrunch).
► OpenAI integriert die Video-KI Sora in ChatGPT, um die Wettbewerbsfähigkeit mit Google Veo und Meta AI zu stärken (t3n).
► Das Teilen von Videos von Drohneneinschlägen oder kriegsrelevanten Inhalten kann in den VAE zu Strafen von 4.700 bis 47.000 Euro und bis zu zwei Jahren Haft führen. Offenbar gab bereits 21 Festnahmen von Influencern und Touristen (Manager Magazin).
► Die Niedersächsische Landesmedienanstalt beklagt mangelnde journalistische Sorgfalt bei Spiegel TV im Beitrag Tatort Hauptstadt (EPD Medien).
► Das Landgericht Hamburg hat dem Stern untersagt, den Verdacht der sexuellen Belästigung gegen den Ex-HSV-Sportvorstand Stefan Kuntz weiter zu verbreiten. Laut Gericht fehlen ausreichende Belege (SZ).
► Alexander Prinz alias Der Dunkle Parabelritter hat seine Zusammenarbeit mit Funk beendet und auf YouTube eine „Abrechnung hochgeladen“. Mit Übermedien hat Prinz über das Ende der Zusammenarbeit gesprochen (Youtube, Übermedien)
► Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hält laut Transparenzregister weiterhin 50 Prozent der Anteile an der Weimer Media Group. Auch ein Treuhänder ändere daran nichts, sagen Experten (Spiegel).
Beim nextMedia Festival treffen sich Creator*innen, Journalist*innen, Medienmacher*innen und Plattformexpert*innen in Hamburgs wunderschöner Speicherstadt. Freut euch auf zwei Tage mit inspirierenden Talks – unter anderem von einem der erfolgreichsten Creator Deutschlands „Herr Anwalt“ sowie von Amelie Marie Weber (tagesschau) und Eva Jucikas (Baby got Business) –, vertiefenden Masterclasses, Festivalatmosphäre und viel Raum für Austausch mit Menschen, die Medienformate und digitale Communities vorantreiben.

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