Briefing für Freitag, 10.04.2026

erstellt für Medieninsider

Hallo Medieninsider!

„Ich schieb’ es dir hinten und vorne rein. Ich scheiß’ dich so was von zu mit meinem Geld, dass du keine ruhige Minute mehr hast.“

Es sind Rollen wie die des Heinrich Haffenloher, die Mario Adorf zu einem der wenigen deutschen Schauspieler gemacht haben, „die die Aura eines Weltstars hatten“. In Kir Royal spielte er den Klebstofffabrikanten, der sich die Schlagzeilen des berüchtigten Klatschreporters Baby Schimmerlos erkaufen wollte – und ging mit seinem 90-sekündigen Monolog in Bademantel am Pool in die TV-Geschichte ein.

In dieser Woche ist Mario Adorf im Alter von 95 Jahren gestorben – in seinen Rollen wird er weiterleben.

Kir Royal ist derzeit über die ARD-Mediathek abrufbar.

Viele Grüße und schönes Wochenende wünscht
Marvin

Ringier-CEO Marc Walder glaubt, dass in der Schweiz digital nur drei Medienmarken überleben und regionale Medien sterben werden (NZZ).

ProSiebenSat.1 will den Aufsichtsrat von neun auf sieben Mitglieder verkleinern (ProSiebenSat.1)

► Die US-amerikanische Journalistin Shelly Kittleson wurde nach ihrer Entführung durch eine proiranische Miliz im Irak freigelassen (FAZ).

► Von der seit Januar in Syrien vermissten deutschen Journalistin Eva-Maria Michelmann fehlt weiterhin jede Spur. Das Auswärtige Amt bemüht sich um Aufklärung, während die Angehörigen verstärkten Druck fordern (Spiegel).

► Berlin und Brandenburg wollen per Staatsvertragsnovelle die Ausstattung ihrer Medienanstalt MABB um insgesamt 900.000 Euro pro Jahr verbessern (EPD Medien).

Correctiv hat seine Zusammenarbeit mit Google zur Faktenprüfung beendet. Grund dafür ist eine Regeländerung bei ClaimReview (Meedia).

OpenAI rechnet damit, in diesem Jahr Werbeeinnahmen in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar und bis 2030 in Höhe von 100 Milliarden Dollar zu erzielen (Axios).

Anthropic will sein experimentelles Modell Claude Mythos Preview vorerst nicht veröffentlichen. Es könne Sicherheitslücken in Software entdecken und soll vorab unter anderem von Amazon, Apple, Cisco, Microsoft und Linux getestet werden (SZ).

New York Times und das KI-Unternehmen Oumi haben Googles KI-Zusammenfassungen in Suchergebnissen geprüft: In 9 Prozent der Fälle wurden falsche Informationen verbreitet (NYT).

► Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Verlage zur Löschung unzutreffender Berichterstattung auch in Internetarchiven wie der Wayback Machine verpflichtet sind – wie Bild bei Helene Fischer (LTO).

Nextdoor führt lokale Journalisten-Accounts ein, mit denen Reporter direkt in ihren Nachbarschaften recherchieren und ihre Inhalte verbreiten können (Axios).

► Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG verbucht für das Geschäftsjahr 2025 ein Defizit von rund 2,9 Millionen Franken (EPD Medien).

► Holger Stark bezeichnet die Behauptungen zum Ursprung seiner Informationen über die Urheber des Anschlags auf Nord Stream 2 im Buch Die Sprengung von Oliver Schröm und Ulrich Thiele als „grundfalsch“ (Linkedin).

► Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (SHZ) bebildert regionale Berichte zunehmend mit künstlich generierten Illustrationen statt authentischer Pressefotos (Übermedien).

Michael Thumann hält die Schließung des griechischen Programms der Deutschen Welle für einen strategischen Fehler und plädiert dafür, den Dienst als außen‑ und medienpolitisch besonders wertvolles Angebot zu erhalten (SZ).

► Michael Seidel, Ex-Chefredakteur der Schweriner Volkszeitung, setzt sich mit der Ost-Berichterstattung der Medien auseinander sowie mit der Kritik an der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung von Holger Friedrich (Tagesschau).

► Eine Reportage porträtiert den OpenAI-CEO Sam Altman – basierend auf Interviews und Dokumenten werden Vorwürfe der Täuschung, gefälschter Protokolle und eines geheimen „Schatten-Boards" erhoben (New Yorker).

► Die Genossenschaftszeitung Bristol Cable aus Großbritannien finanziert sich primär durch Mitgliederbeiträge und setzt auf investigativen Journalismus statt tagesaktuelle Meldungen (Taz).

► Ein neuer Report zur Creator Economy zeigt, wie sich rund um professionelle Creator gerade eine eigene Infrastruktur aus spezialisierten B2B-Start-ups entwickelt (Starting up)

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