Briefing für Freitag, 06.03.2026

erstellt für Medieninsider

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Hallo Medieninsider!

Großes Finale eines kleinen Kaufmarathons: Nachdem Axel Springer in den vergangenen Tagen die Übernahme von Bisnow für Morning Brew verkündet hat, folgte am heutigen Freitag der nächste Deal: Zukünftig soll die Daily Telegraph Group zum Medienkonzern gehören. Stolze 660 Millionen Euro legt Axel Springer für die Expansion auf den Tisch – womöglich für eine internationale „Premium“-Strategie. Der Deal zeigt aber auch: Nostalgie dehnt Strategie. Schon vor 20 Jahren wollte Springer den Telegraph haben. Wenn die Versuchung groß genug ist, kauft die Digital-First-Company Axel Springer auch Gedrucktes.

Neues aus der Anstalt: Das ZDF wird wieder einmal dem Titel seiner Satiresendung gerecht. Überraschend ließ der Fernsehrat neben Amtsträger Norbert Himmler eine Gegenkandidatin zur Intendantenwahl zu. Und kaum war die News draußen, zog diese ihre Bewerbung zurück. Damit wird Himmler – nach aktuellem Stand – wieder allein antreten. Fast hätte man von einer Wahl sprechen können.

Die Meldung unseres Kollegen Volker Nünning haben wir aktualisiert. Spannend bleibt sein Bericht, weil er die Mechanismen des Rats erklärt.

Viele Grüße
Marvin

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Beim Medienhaus/NEXT/ 2026 diskutiert die Verlagsbranche neue Ideen und Konzepte im Journalismus. Erfahren Sie, wie KI und Gamification die Medien verändern und neue Geschäftsmodelle entstehen. Erleben Sie Best Practice mit innovativen Ansätzen bei Loyalty & Community sowie viel Raum für Networking und Austausch – auch beim Get-together in der SZ-Panoramalounge mit Blick über München.

Axel Springer kauft die britische Daily Telegraph Group für 575 Millionen Pfund in bar von RedBird IMI. Schon vor 20 Jahren wollte Mathias Döpfner den Daily Telegraph kaufen (Financial Times).

► Die Sender ARD Alpha, Tagesschau24 und One sollen zum 31. Dezember 2026 abgeschaltet werden. Die Kanäle Phoenix als Informationsangebot, Neo als Programm für junge Erwachsene sowie Info als Dokumentationskanal bekommen den Zusatz „von ARD und ZDF“ (SZ). Tagesschau-Chefredakteur Marcus Bornheim sagte im August im Interview: „Ohne Tagesschau24 wären wir um Jahre zurückgeworfen“ (Medieninsider).

► Der Rechnungshof sieht die „Zahlungs- und Betriebsfähigkeit“ des RBB weiter in Gefahr und fordert die Überprüfung der Programmanzahl, einen schnelleren Umstieg auf Digitalradio sowie eine Lockerung der Werbeverbote (Berliner Morgenpost).

Paul Nemeth verlässt freiwillig den SWR-Verwaltungsrat. Der Chef von Lotto Baden-Württemberg begründet seinen Schritt mit einem möglichen Interessen­konflikt (EPD Medien).

► Reaktion auf den Bild-Kaufberater: Funke legt die Redaktion von IMTEST mit den Commerce-Teams seiner Regionalmedien in einem Hub zusammen (Funke).

Ströer erzielte 2025 einen Rekordumsatz von 2,075 Milliarden Euro. Hauptwachstumstreiber war Segment Außenwerbung. Das Segment Digital & Dialog Media (u.a. T-Online) steigerte seine Erlöse auf 892 Millionen Euro (Meedia).

► Der 2025 komplett übernommene Social-Media-Vermarkter cmmrcl.ly wird bei der Axel-Springer-Tochter Bonial integriert (New Business).

► Das SPD-Parteimagazin Vorwärts erscheint nach 150 Jahren künftig nur noch digital (Tagesspiegel).

► Bei AP sorgt eine interne Slack-Debatte für Streit, weil eine KI-Produktmanagerin vorschlägt, Reporter sollten vor allem Fakten sammeln und das Schreiben weitgehend großen Sprachmodellen überlassen (Semafor).

Simon Berlin verlässt Ende März das Social Media Watchblog, um ein eigenes Projekt zu gründen (Social Media Watchblog).

► Das Bildungsministerium hat einen Förderantrag von ProQuote Medien unter anderem zur Erhebung des Frauenmachtanteils innerhalb der deutschen Medienlandschaft abgelehnt (ProQuote).

Paul Ronzheimer ist in seiner Sat.1-Reportage auf einen Protagonisten hereingefallen, der seine Lebensgeschichte als vermeintlicher „Sozialschmarotzer“ erfunden hat (DWDL).

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