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Briefing für Dienstag, 30.06.2026
erstellt für Medieninsider
Hallo Medieninsider!
Von der medienpolitischen Katastrophenrepublik zum europäischen Vorbild? In Österreich spielen sich derzeit bemerkenswerte Veränderungen ab. Wie der Standard berichtet, räumt der neue ORF-Chef Clemens Pig mit Gepflogenheiten auf und schreibt die Stellen für wichtige Führungsposten ordnungsgemäß und im Sinne des Europäischen Freiheitsgesetzes aus. Bislang lautete die Methode eher: politische Gefälligkeit.
Die Besetzung der Top-Jobs im ORF ist nicht das einzige Beispiel, mit dem Österreich derzeit positiv auffällt. Das Land, das medienpolitisch für seine Inseratenkorruption bekannt ist, übt sich auch dort in Transparenz – und stellt deutsche Verhaltensweisen in den Schatten, wie unser Kolumnist Hermann von Engelbrechten-Ilow beobachtet.
Das und mehr in deinem Dienstagsbriefing.

► Axel Springer meldet den Abschluss der Übernahme der Telegraph Media Group und skizziert, wie der britische Verlag in die KI-getriebene Digitalstrategie des Konzerns eingebunden werden soll (Axel Springer)
► Mathias Döpfner steht nach einer Rede auf der rechtskonservativen ARC-Konferenz in London in der Kritik. An dieser nahmen unter anderem der Politiker Nigel Farage sowie Klimaschutz-Kritiker teil (Stern).
► Podcaster Ben Berndt (Ungeskriptet) wehrt sich gegen eine Forderung der Landesmedienanstalt NRW, eine Passage seines Gesprächs mit Björn Höcke nachträglich zu ändern (Welt).
► Dieter Nuhr verlangt vom Standard die Löschung eines Kommentars zu Femizid‑Aussagen in seiner ARD‑Sendung und droht bei Nichterfüllung mit rechtlichen Schritten (Standard).
► Junge Freiheit klagt auf Unterlassung gegen das Land Niedersachsen wegen seiner Listung auf der Website der staatlichen Aussteigerhilfe in der Rubrik „Rechtsextremismus erkennen“ (FAZ).
► Im Landtag von Sachsen-Anhalt fordern Abgeordnete über Parteigrenzen hinweg eine grundlegende Neuausrichtung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf reine Information, Bildung und Kultur (Welt).
► Comcast plant, das Unternehmen durch die Ausgliederung seiner Medien- und Unterhaltungssparte – NBCUniversal und Sky – in zwei börsennotierte Unternehmen aufzuteilen (Axios).
► In Uganda hat Militärchef Muhoozi Kainerugaba die Schließung des unabhängigen Medienunternehmens Nation Media Group angeordnet. Soldaten beendeten den Sendebetrieb der Fernsehsender NTV und Spark TV. Von den Maßnahmen sind auch die Zeitungen Daily Monitor und The East African sowie Radiostationen betroffen (Tagesschau).
► Die Fininvest-Holding der Familie Berlusconi verzeichnete für das Geschäftsjahr 2025 ein Umsatzwachstum auf über fünf Milliarden Euro sowie eine deutliche Gewinnsteigerung. Das wird maßgeblich auf die Übernahme von ProSiebenSat.1 durch die Tochtergesellschaft MFE zurückgeführt (Standard).

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