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Briefing für Dienstag, 21.04.2026
erstellt für Medieninsider
Hallo Medieninsider!
Ich bin doch nicht Bild.
Die Rettung von Wal Timmy hält Mediendeutschland weiter auf Trab. Vor allem Springers Boulevardtitel beleuchtet das Thema aus allen Perspektiven, als sei es schon das Sommerloch. Entsprechend veröffentlichte man in den vergangenen Wochen gleich mehrere Artikel über Timmys Retter und alle, die es sein wollen. Und damit auch viele Artikel über Multimillionär und Tierschützer Walter Gunz. Zum Beispiel hier, hier, hier, hier, hier oder hier.
Leisten kann sich Gunz diese Form der Philanthropie, weil er als Gründer von Media Markt reich geworden ist. Das erfährt man auch in den Texten von Bild. Was man hingegen nicht erfährt, angesichts der zahlreichen Artikel über ihn zumindest einmal eine Erwähnung wert gewesen wäre: Gunz war jahrelang prägender Kopf im Axel-Springer-Konzern.
Er war Vorstandsvorsitzender der Bild.T-Online AG, aus der Bild.de hervorgegangen ist. Vor seinem Wechsel zu Springer war Media Markt ein enger Partner im Commerce-Geschäft des Medienkonzerns, Stichwort: Volksprodukte. Später wurde Gunz dann noch für einige Jahre Chef der Axel Springer E-Commerce GmbH. Ziel war damals, „eine eigenständige und verlagsübergreifende elektronische Handelsplattform“ zu gründen. Das kann man übrigens alles nachlesen – zum Beispiel bei Bild.de. Oder aber in der Wikipedia.
Viele Grüße
Marvin

► Die in Syrien verschwundene Journalistin Eva Maria Michelmann soll in einem Gefängnis in Aleppo inhaftiert sein. Das Auswärtige Amt will das nicht bestätigen (EPD Medien).
► Axel Springer steigt beim Essener Start-up Bryght ein, das eine Plattform für Creator entwickelt (Gründerszene).
► Dazn baut mit Playmakers ein globales Influencer-Programm auf (Horizont).
► 95.5 Charivari München entlässt zahlreiche Mitarbeiter (SZ).
► Bild wurde vom Landesgericht Innsbruck wegen Persönlichkeitsverletzung von Nathalie Benko zur Zahlung einer Entschädigung verurteilt – und zur Veröffentlichung des Urteils (Bild).
► Tagesspiegel veröffentlicht eine Richtigstellung im Checkpoint zu den Vorwürfen von Collien Ferndanes gegenüber Christian Ulmen (Tagesspiegel).
► Das ZDF und Jan Böhmermann wurden vom Oberlandesgericht München für ihren Beitrag über den ehemaligen BSI-Chef Arne Schönbohm gerügt – das Gericht sprach von einer „schlampigen Recherche“ (Bild).
► Rundfunkbeitrag: Der Bund der Steuerzahler klagt auf steuerliche Absetzbarkeit (FR).
► Die Pflicht zur Zahlung des Rundfunkbeitrags verstößt nicht gegen die Verfassung, sagt der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg. Die Kläger waren der Meinung, der öffentlich-rechtliche Rundfunk berichte einseitig zugunsten linker Parteien und progressiver Positionen (KNA).
► Nordrhein-Westfalen novelliert das WDR- und das Landesmediengesetz. Kooperationen zwischen Lokalradios sollen einfacher und der Rundfunkrat soll kleiner werden (EPD Medien).
► Nordrhein-Westfalen und Drive finanzieren ein Projekt, um KI-News für eine junge Zielgruppen zu entwickeln – gefördert werden die Neue Westfälische, Lensing Medien sowie die Verlagsgruppe Aschendorff, die ihre Westfälischen Nachrichten an die Rheinische Post verkauft hat (Presseportal).
► Mecklenburg-Vorpommern erlaubt künftig die Förderung lokaler TV-Sender mit Steuermitteln über die Landesmedienanstalt (Menschen Machen Medien).
► Die Vorländer Mediengruppe (Siegener Zeitung) schließt ihr eigenes Druckzentrum (Westfalenpost)
► Ein siebenköpfiges Autorenteam des Spiegel wird einen Blick auf die Funktionsweisen von Nius (Spiegel).
► Journalistische Recherchen werden zunehmend als Theaterstücke inszeniert, was die Debatte über ein neues Genre anstößt (Deutschlandfunk).
► „Was scheinbar kompliziert klingt, ist eine echte Erfolgsgeschichte geworden“: Sven Prange beschreibt, wie Mercedes Lauenstein und Juri Gottschall aus dem Reiseblog Splendido ein Unternehmen mit Büchern, Online‑Magazin, Shop und eigener Produktlinie entwickelt haben (Handelsblatt).
► Ungarn: Der Wahlsieg der Tisza-Partei hat zwar die Orbán-Ära beendet, das ungarische Mediensystem könne aber nur sehr langsam und mühsam zu mehr Pressefreiheit zurückkehren, analysiert Journalismusprofessorin Susanne Fengler (EJO).
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