Briefing für Dienstag, 07.04.2026

erstellt für Medieninsider

Hallo Medieninsider!

Es wäre nach all den Ankündigungen eine Überraschung gewesen, hätte Christian Ulmens Anwaltskanzlei Schertz Bergmann keine gerichtlichen Schritte gegen den Spiegel eingeleitet. Was hingegen weniger überrascht: dass die Unterlassungsanträge am Landgericht Hamburg die Kernvorwürfe, die im Artikel über Collien Fernandes und ihren Ex-Mann thematisiert werden, unberührt lassen. Kein Widerspruch zum Vorwurf, dass Ulmen über Jahre Fake-Profile erstellt hat, um Unsittliches damit anzustellen.

Stattdessen greifen die Anwälte unter anderem an, dass der Spiegel den Eindruck erweckt hätte, Ulmen habe „Deepfakes“ erstellt – obwohl man in einer eigenen Pressemitteilung davon schrieb, dass dieser Vorwurf gar nicht erhoben worden sei. Eindruck und Vorwurf. Auf den Unterschied kommt es an – zumindest, wenn man kommunikationsstrategische Nebelkerzen zündet. Das Portal LTO hat die Spitzfindigkeiten des juristischen Schrittes gut zusammengefasst. Diesen Artikel und weitere News und Entdeckungen findest du im heutigen Briefing.

Viele Grüße
Marvin

Schertz Bergmann hat für Christian Ulmen vor dem Landgericht Hamburg Unterlassungsanträge gegen den Spiegel eingereicht. Konkret wehrt sich Ulmen gegen die laut der Kanzlei im Bericht erweckten Verdachtsmomente der Verbreitung von Deepfake-Videos sowie wiederholter körperlicher Übergriffe (LTO).

► Anja Reich-Osang verlässt zusammen mit Wiebke Hollersen die Berliner Zeitung, für die sie seit 2001 mit Unterbrechnungen tätig war. Die Taz zitiert aus ihrer Abschiedsmail (Taz). Holger Friedrich antwortet auf die Kritik (Berliner Zeitung).

► ProSiebenSat.1 hat den Ex-Vorständen Bert HabetsMartin Mildner und Markus Breitenecker Abfindungen in Höhe von insgesamt 12,8 Millionen Euro gezahlt – davon 5,4 Millionen Euro an Habets (EPD Medien).

► Der ORF hat die Bruttojahresbezüge seiner Manager im Jahr 2025 veröffentlicht: Spitzenverdiener ist Baumanager Pius Strobl mit fast 469.000 Euro – noch vor dem zurückgetretenen Generaldirektor Roland Weißmann mit 427.500 Euro (EPD Medien).

► Der Saarländische Rundfunk setzt bis zum Jahreswechsel 2026/27 eine Organisationsreform mit themenzentrierten Redaktionen und crossmedialer Planung um (SR).

► Investigativjournalist Georg Heil soll neuer Chefredakteur des RBB werden (Business Insider)

Springer hat vor der Beförderung von Jonathan Greenberger zum Global Editor-in-chief von Politico (Medieninsider) mit externen Kandidaten gesprochen: u. a. mit Bret Stephens (NYT), Julie Pace (AP) oder James Bennet (Economist, Ex-WaPo) (Breaker).

OpenAI hat die Tech-Talkshow TBPN für 100 Millionen US-Dollar gekauft (OpenAI).

JPMorgan‑Chef Jamie Dimon deutet an, nach seiner Zeit bei der Bank ein eigenes Medienprojekt zu starten, da es in den USA an einer starken Medienstruktur fehle, die Entscheidungsträgern erkläre, was zu tun sei (Axios).

► Die ARD veröffentlicht am 25. Mai die Doku Bravo - Headlines, Hypes und Herzschmerz über das Bauer-Jugendmagazin (Presseportal)

Deutschlandfunk thematisiert in seinem eigenen Podcast Nach Redaktionsschluss, wie der Auftritt des öffentlich-rechtlichen Senders auf Tiktok zum Auftrag passt (Deutschlandfunk).

► Der ungarische Investigativjournalist Ákos Tóth beschreibt die systematische Umgestaltung der ungarischen Medienlandschaft durch Viktor Orbán in den vergangenen 16 Jahren (Deutschlandfunk).

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