Briefing für Dienstag, 03.03.2026

erstellt für Medieninsider

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Hallo Medieninsider!

Es gibt Gesprächspartner, neben denen muss sich nicht einmal der häufig diabolisierte Mathias Döpfner um seine Sympathiewerte sorgen. Einer davon heißt Holger Friedrich.

Am Montagabend lud der Verleger der Berliner Zeitung den Springer-Chef zum Gespräch über Ost und West, an dessen Ende der Gastgeber fast schon therapiert wirkte. Faszinierend dabei: Wie einfach es Döpfner hatte, Friedrichs Eitelkeiten zu bedienen („Tabu-Brecher, Angreifer, Unternehmer, Eroberer“) und diesem gleichzeitig einen „Opferwettbewerb“ zu unterstellen. Dass auch Döpfner zwischenzeitlich Schwierigkeiten hatte, die Unterschiede zu Putin und Trump zu ziehen, ging daneben unter.

Den Link zum teils absurden Gespräch, in dem Friedrich sich und Döpfner auch noch zu Friedenspolitikern machen will („Sie versuchen, Herrn Trump zu überzeugen, ich übernehme Moskau und Putin“) wollten wir hier mit dir teilen. Im Laufe des Tages wurde das YouTube-Video aber wieder unzugänglich gemacht. Sowas aber auch.

Was in der Branche sonst noch los war, erfährst du in unserem Briefing.

Viele Grüße
Marvin

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Beim Medienhaus/NEXT/ 2026 diskutiert die Verlagsbranche neue Ideen und Konzepte im Journalismus. Erfahren Sie, wie KI und Gamification die Medien verändern und neue Geschäftsmodelle entstehen. Erleben Sie Best Practice mit innovativen Ansätzen bei Loyalty & Community sowie viel Raum für Networking und Austausch – auch beim Get-together in der SZ-Panoramalounge mit Blick über München.

RTL Deutschland hat die geplante Übernahme von Sky Deutschland offiziell zur wettbewerbsrechtlichen Prüfung bei der EU-Kommission angemeldet (DWDL).

► Chefredakteur Matt Murray plant, die Washington Post wieder in die Profitabilität zu führen. Er beschreibt den Abbau von über 300 Stellen als notwendig, um die Veränderungen in Technologie und Nachrichtenkonsum zu bewältigen (Semafor).

► Bei der CNN-Belegschaft wächst die Sorge vor dem Verlust der redaktionellen Unabhängigkeit. Durch die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount gelangt CNN in den Besitz der Trump-Unterstützer Larry und David Ellison (FAZ, SZ). Paramount+ und HBO Max sollen im Zuge der Übernahme zusammengelegt werden (Engadget).

Axel Springer kauft die Immobilien-Eventplattform Bisnow. Zusammen mit Morning Brew wird das Unternehmen Teil der neu gegründeten Brew Media Group unter der Führung von Robert Dippell für Live-Events und Branchenjournalismus (Axel Springer).

► Correctiv lehnt die Gewerkschaftsforderung nach einem Haustarifvertrag ab – nach eigenen Angaben würde ein Tarifvertrag „auf das Finanzierungsmodell erheblichen Druck ausüben“ und passe nicht zur „agilen Organisationsform“ (Correctiv).

Springer-Chef Mathias Döpfner traf sich mit der Stabschefin des Weißen Hauses, Susie Wiles. Anschließend sprach er auf der Konferenz Restoring Trust in Media von Semafor, sagte dort: „Wir müssen uns auf die eher unvorhersehbaren, ergebnisoffenen Resultate neugiergetriebener Recherche konzentrieren“ (The Wrap).

► US-Präsident Donald Trump nimmt erstmals während seiner aktuellen Amtszeit am Korrespondenten-Dinner des Weißen Hauses teil (Axios).

Trump Media & Technology Group plant, die Plattform Truth Social in ein eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen auszugliedern – wegen der anstehenden Fusion des Medienkonzerns mit einem Unternehmen aus dem Bereich der Fusionsenergie (Axios).

WhatsApp rollt nach Tests nun international Werbeanzeigen innerhalb der Status-Funktion aus (Netzwelt).

Ex-FPÖ-Minister Norbert Hofer steigt mit 25 % beim österreichischen KI-Medium Exxtra24 ein. Haupteigentümer ist der albanische Honorarkonsul, Medienunternehmer und Lobbyist Markus Posset, der nach Aserbaidschan, Georgien, Deutschland und Moldawien expandieren will (Der Standard).

Holger Friedrich lädt Mathias Döpfner zur „deutsch-deutschen“ Diskussion. Die Aufzeichnung ist nicht mehr verfügbar, die Süddeutsche hat das Aufeinandertreffen jedoch zusammengefasst und fragt: „Wer hat die schönste Pose im Gegenwind?“ (SZ).

Sophie Morár spricht im Podcast BR24 Medien mit dem Journalistik-Professor Tanjev Schultz (Universität Mainz) und Max Gilbert (BR24 Faktenfuchs) über die jüngsten Fehler in ZDF- und ARD-Beiträgen, Aufarbeitung, redaktionelle Abläufe und Fact-Checking von KI-Material (ARD Audiothek).

► Der Stern schildert am Beispiel des eingestellten Lokalblatts Limon Leader in Colorado, wie das Zeitungssterben in den USA ganze Regionen in „Nachrichtenwüsten“ verwandelt – mit Folgen für Gemeinschaft und Demokratie (Stern).

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