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Warum wird Community Building für redaktionelle Medien immer wichtiger? Wie sehen konkrete Erfolgs-Cases aus und was können Redaktionen daraus lernen? Diese und weitere Fragen beantwortet die neue Studie „Community first – Wie Medienhäuser Netzwerke aufbauen und gestalten” von XPLR: MEDIA in Bavaria und im Newsletter bekommst du einen ersten Einblick in die Ergebnisse.
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Dein Medieninsider-Team
Studie: Community first – Wie Medienhäuser Netzwerke aufbauen und gestalten
In einer KI-getriebenen und zunehmend anonymen Informationsflut steht der Journalismus vor einer zentralen Aufgabe: Vertrauen und Bindung zum Publikum neu aufzubauen. Echter Dialog und gezieltes Community Building sind dabei längst kein Nice-to-have mehr, sondern der Schlüssel für nachhaltige Relevanz. Um zu verstehen, wie Beziehungsarbeit in der Praxis gelingt, untersucht die neue Studie von XPLR: MEDIA in Bavaria in Zusammenarbeit mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt die Strategien bayerischer Medienhäuser sowie die Perspektive von deren Communitys.
Dazu wurden 17 Leitfadeninterviews mit Redakteur:innen und Führungskräften aus 13 redaktionellen Medienunternehmen sowie einer Content Creatorin geführt – von Zeitungen und Radiosendern bis hin zu digitalen Start-ups. Eine ergänzende quantitative Publikumsbefragung zeigt, wie stark engagiertes Community Management das Medienvertrauen stärkt und die Markenbindung festigt.
Diese Dos & Don’ts müssen Medienschaffende beachten
Aus den Gesprächen mit den Redaktionen und den Ergebnissen der Befragung ergeben sich klare Handlungsempfehlungen für erfolgreiches Community Management. Eine erste Auswahl lautet:
Dos:
● Auf menschliche Nahbarkeit setzen: Menschliche Kommunikation, ob per persönlichem WhatsApp-Kontakt, Podcast, Lesendenbeirat oder Vor-Ort-Format, ist der stärkste Treiber für Vertrauen.
● Lebenswelten der Nutzer:innen widerspiegeln: Community-Arbeit gelingt, wenn die Perspektiven, O-Töne und Themen des Publikums aktiv Eingang in die Berichterstattung finden.
● Strukturelle Ressourcen schaffen: Erfolgreiches Community Building erfordert feste Verankerungen im Unternehmen und zeitliche Freiräume für die Redaktionen.
Don’ts:
● Beziehungsarbeit rein an KI auslagern: KI-Tools helfen z. B. bei der Auswertung großer Kommentarmengen, schaffen allein aber kaum Vertrauensgewinn. Ein menschliches Gesicht bleibt unersetzlich.
● Das Publikum als passive Zielgruppe behandeln: Wer nur Inhalte ausspielt, statt echte Debattenräume auf Augenhöhe zu öffnen, verschenkt das Potenzial der Publikumsbindung.
● Schnelle Monetarisierung erzwingen: Vertrauen aufzubauen ist ein Marathon. Zahlungsbereitschaft und Kundenbindung sind das Ergebnis nachhaltiger Beziehungsarbeit, nicht deren Ausgangspunkt.
Menschlichkeit macht den Unterschied
Gerade in einer digitalen Medienwelt mit immer mehr KI-generiertem Content spielt es zunehmend eine Rolle, dass Redaktionen mit menschlichem Gesicht und Stimme den Unterschied zur sonstigen Flut an Inhalten ausmachen. Für die Redaktionen geht es aber auch um die Sicherung ihrer eigenen Zukunft. Wenn es ihnen gelingt, eine belastbare Beziehung zum Publikum aufzubauen und zu halten, binden sie damit ihre Nutzer:innen an sich und sichern Reichweite und Monetarisierung.
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